Irmgard Leser zeichnet sich durch
einen besonders souveränen Umgang mit Farben aus. Sie setzt
nicht einfach nur Akzente, sie schöpft aus dem Vollen. Man
spürt die
Lust am Experimentieren, am Kontrastieren und Komponieren.
Um die Bilder zu erfassen, genügt
es nicht sich an den farben zu erfreuen. Man muss genau hinschauen,
um die vielschichtigen Wesen, Körper und Erscheinungen zu erkennen.
Es kann passieren, dass sich im Bild morgens etwas anderes abspielt
als abends. Es kommt auch vor, dass der eine ein possierliches
Tierchen entdeckt, in dem der andere ein bedrohliches Ungeheuer
sieht.
Die Titel der Arbeiten geben Hinweise,
mehr nicht.
Denn letzendlich ist immer der Betrachter, der die Figuren und
farben zum Leben erweckt, indem er sich auf das Geschehen einlässt.